Ricarda Huch Poetikdozentur

für Gender in der literarischen Welt

Mit der Verleihung der Poetikdozentur wird jährlich eine Dozentin oder einen Dozenten ausgezeichnet, die/der sich durch bedeutende Leistungen auf dem Gebiet der Gegenwartsliteratur oder der literarischen Kritik ausgewiesen hat und in deren bzw. dessen Werk Geschlechterdimensionen von zentraler Bedeutung sind, u.a. indem hierarchische Geschlechterverhältnisse, Geschlechterstereotype oder Ein- und Ausgrenzungen durch Geschlechternormierungen überschritten und tradierte Geschlechterordnungen kritisch hinterfragt werden.
Ricarda Huch gilt als Braunschweigs große Stimme, welche humanistische Tradition und Geschichtsschreibung in die literarische Moderne überführte. Gleichzeitig hat sie als Frau im öffentlichen Leben und in der kulturellen Praxis ihrer Zeit weibliche (und männliche) Identitäten in Frage gestellt. Dies war für die Kooperationspartner Grund genug, 2015 im Namen der berühmtesten Frau der Stadt eine Poetikdozentur für Gender ins Leben zu rufen. Sie wird getragen vom Braunschweiger Zentrum für Gender Studies (BZG) in Kooperation mit der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften der TU Braunschweig, dem Dezernat für Wissenschaft und Kultur der Stadt Braunschweig und dem Institut für Regionalgeschichte.

 

2. Ricarda Huch Poetikdozentur 2016

Annette Pehnt (© Peter von Felbert )
ANNETTE PEHNT, geboren 1967 in Köln, lebt mit ihrer Familie in Freiburg i.Br. Nach einem Jahr Freiwilligenarbeit in Belfast verbrachte sie mehrere Jahre in Irland, Schottland und den USA. Nach einem Studium der Anglistik, Keltologie und Germanistik in Köln, Galway, Berkeley/California und Freiburg promovierte sie über irische Literatur. Freie Mitarbeit bei der FAZ und der Badischen Zeitung, Schreibwerkstätten, Lehraufträge. Seit 2007 Dozentur an der PH Freiburg. Preise u. a.: 2001 Förderpreis zum Künstlerinnenpreis Nordrhein-Westfalen, 2001 Mara-Cassens-Preis, 2002 Preis der Jury des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs, 2004 großes Stipendium des Darmstädter Literaturfonds, 2008 Thaddäus-Troll-Preis, 2009 Italo-Svevo-Preis. 2012 Solothurner Literaturpreis, 2012 Hermann-Hesse-Preis.

Werke u. a.: Ich muß los (Roman, München 2001), Herr Jakobi und die Dinge des Lebens (Roman, München 2005), Rabea und Marili (Kinderbuch, Hamburg 2006), Mobbing (Roman, München 2007), Annika und die geheimnisvollen Freunde (Kinderbuch, Hamburg 2007). Hier kommt Michelle (Campusroman, Freiburg 2010), Lexikon der Angst (München 2013), Der Bärbeiß (Kinderbuch, München 2013).

 

Foto: Annette Pehnt (© Peter von Felbert )

Folder Ricarda Huch Poetik Dozentur 2016

1. Ricarda Huch Poetikdozentur 2015

KRISTINA MAIDT-ZINKE, in Bremen geboren, studierte Germanistik, Anglistik und Skandinavistik und arbeitet seither als freie Kulturjournalistin, Kritikerin, Autorin und Übersetzerin. Nach Aufenthalten in Finnland und Italien war sie von 1996 bis 2001 vorwiegend für die Frankfurter Allgemeine Zeitung als Literaturkritikerin tätig, danach wurde sie feste Feuilleton-Autorin der Süddeutschen Zeitung und Buchrezensentin für DIE ZEIT. Von 2008 bis 2010 war sie Mitglied der Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse, der sie ab 2016 wieder für drei Jahre angehören wird. 2015 wirkt sie zum vierten Mal in der Jury des Braunschweiger Wilhelm Raabe-Literaturpreises mit. Sie gehört außerdem der Jury des Deutschen Übersetzerfonds an und moderiert seit 2011 das „Lyrische Quartett“ in der Münchner Stiftung Lyrik Kabinett. Im S. Fischer Verlag hat sie zwei Bände mit Texten aus dem Nachlass von Robert Gernhardt herausgegeben. Kristina Maidt-Zinke lebt zur Zeit in München und Venedig.

Flyer Ricarda Huch Poetik Dozentur 2015