MedienBar (11): Gendered Innovations international
Materialien zu Geschlechterdimensionen in unterschiedlichen Sprachen
Die Plattform “Gendered Innovations” versammelt Methoden und Fallbeispiele zur Berücksichtigung von Geschlechterdimensionen in Natur-, Lebens-, Umwelt- und Ingenieurwissenschaften. Doch längst ist sie nicht mehr nur auf englisch verfügbar. Welche weiteren Sprachen sind verfügbar? An welchen Universitäten und Instituten sind die Plattformen angesiedelt? Und wer forscht international dazu?
Gendered Innovations in Stanford
Seinen Ursprung nimmt die Plattform Gendered Innovations an der Stanford University in den USA. In dem englischsprachigen Video “Gendered Innovations: Harnessing the Creative Power of Gender Analysis for Discovery and Design” (Dauer: 4:19 Min.) beschreibt Prof. Londa Schiebinger (Stanford), wie die Plattform entstanden ist und warum es die Berücksichtigung von Geschlechterdimensionen in Wissenschaft und Technik benötigt.
Im Rahmen des BMFTR-geförderten Projekts “Geschlechterdimensionen im Blick der MINT-Forschung (GeDiMINT)” gibt es eine Kooperation mit Londa Schiebinger. Hierzu gab es bereits einen Vortrag “Gendered Innovations meets TU Braunschweig“, der auch zukünftig als Video in der Toolbox des GeDiMINT-Projekts verfügbar sein wird.
Gendered Innovations in Japan
An der Ochanomizu Universität (Tokio) findet sich das IGI – Institute for Gendered Innovations. Hier findet sich auch ein Vorstellungsvideo des Instituts und beteiligter Forscher*innen sowie deren Forschungsschwerpunkte (Dauer 13:52 Min.). Neben einer japanischen Übersetzung der englischsprachigen Plattform hat das Institut auch die Intersectional Design Cards in japanischer Sprache aufgelegt.
Gendered Innovations in Südkorea
Am Korea Institute of Science and Technology (Seoul) findet sich The Korea Center for Gendered Innovations for Science and Technology Research, kurz GISTeR. Die Seite ist in englischer und koreanischer Sprache verfügbar und bietet umfangreiche Materialien, wie z.B. eine Datenbank über Zellkulturen, die gezielt nach Geschlecht und Organismus durchsucht werden kann. Das Zentrum veranstaltet auch Tagungen und Vorträge, wie bspw. von Dr. Vivian Ota Wang zu “Why Sex and Gender Matter in Women’s Health Research” (Dauer: 58:12 Min.). Auf dem YouTube-Kanal von GISTeR finden sich weitere Videos von Vorträgen zumeist in koreanischer Sprache.
Gendered Innovations in Schweden
Am Karolinska Institutet findet sich die Gendered Innovation Alliance – Gender dimension for better Health. Neben umfangreichen Material auf der eigenen (englischprachigen) Hompage hat das Projekt ebenso die englischsprachige Plattform ins Schwedische übersetzt. Außerdem gibt es ein umfangreiches Portfolio mit verschiedenen Materialien zum Thema Geschlechterdimensionen in der Medizinforschung.
Weitere Übersetzungen von Gendered Innovations
Die Technische Universität Wien bietet eine deutschsprachige Übersetzung von Gendered Innovations an, die zuletzt 2022/23 überarbeitet wurde.
Außerdem gibt es noch eine taiwanesische Übersetzung von Gender in Science & Technology (Taiwan), eine spanische Übersetzung vom Barcelona Supercomputing Center und eine französische Übersetzung der Beiträge über Covid19 und Klimawandel der Universität Ottawa.
Gendered Innovations listet Übersetzungen selbst auch auf dieser Seite.
Bisher erschienen
MedienBar (1): Gender-Mediathek
MedienBar (2): Willkommen im Club
MedienBar (3): Geschlechtliche Selbstbestimmung
MedienBar (4): Religion, Geschlecht und Sexualität
MedienBar (5): Geschlechtergerechte und queerbewusste Sprache
MedienBar (6): Verfolgung queerer Menschen im Nationalsozialismus
MedienBar (7): Gleichstellung der Geschlechter
MedienBar (8): Kurzeinblicke in Geschlechterforschung der FU Berlin
MedienBar (9): Nachhaltigkeit und Geschlecht
MedienBar (10): Bedenken zum Genderverbot

