BZG-Lehre

Das BZG bietet regelmäßig jedes Semester das interdisziplinäre Ringseminar an, vereinzelt auch eine weitere eigene Lehrveranstaltung.

Interdisziplinäres Ringseminar

Das Seminarkonzept basiert auf einer Beteiligung von Lehrenden aus verschiedenen Disziplinen: Sie gestalten jeweils eine Sitzung, sodass ein Einblick in un­ter­schiedliche Fachkulturen und Fragestellun­gen gewonnen wird. Die Interdisziplinarität der Gender Studies wird hierdurch anschaulich vermittelt. Während das Seminar „Geschlechterwissen aus interdisziplinärer Sicht“ im Wintersemester darauf zielt, einen Einblick in die Thematisierung von Geschlecht in verschiedenen Fachdisziplinen zu geben, steht seit einigen Jahren jeweils ein Themen­schwerpunkt im Sommersemester im Fokus.

Das interdisziplinäre Ringseminar gehört zum regulären Lehrangebot des BZG. Seit 2001 wird es mit Unterstützung vieler Wissenschaftler_innen der drei Hochschulen regelmäßig an­geboten. 

Übersicht der Lehrveranstaltungen

WS 2018/19

„Geschlechterwissen aus interdisziplinärer Sicht“

Mittwochs 11:30 – 13:00 Uhr, RR 58.1 (Rebenring 58)
Nummer: SW-SOZ-288 (1811288)

Was haben Anglistik, Physik, Mathematik, Medien und Musik mit Geschlechterverhältnissen zu tun? Dieser professionssoziologischen Frage geht die interdisziplinäre Veranstaltung anhand von Grundlagenfächern der modernen Wissenschaft nach und setzt sich mit Geschlechterdifferenzierung in unterschiedlichen Wissenskulturen auseinander. Das Seminar führt in zentrale Begrifflichkeiten der Geschlechterforschung ein, gibt einen umfassenden Überblick von Gender Studies in jeweiligem Fach und setzt sich mit einem spezifischen Thema aus der Fachdisziplin auseinander. Fragen, die uns beschäftigen werden und in den Diskussionen behandelt werden, sind u.a.: In welcher Weise spielt Geschlecht in Bezug auf konkrete disziplinäre Gegenstände eine Rolle? Welche (stereotype) Geschlechterdifferenzierungen finden wir vor und in welcher Weise sind diese zu problematisieren? Welche theoretischen Modelle helfen beim Verständnis der spezifischen Geschlechteraspekte? Studierenden unterschiedlicher Disziplinen wird ein Einblick in die Geschlechterforschung in verschiedenen Fachgebieten durch abwechselnde Dozent_Innen vermittelt.

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SoSe 2018

„Gender. Vielfalt. Bilden. Ein interdisziplinäres Ringseminar“

Mittwochs 11:30 – 13:00 Uhr, SN 19.3 (Schleinitzstr. 19)
Nummer: SON-GS-017 (9002017)

Geschlecht und Vielfalt spielen in der Bildung in mehrfacher Hinsicht eine Rolle. Zum einen findet das vertraute „Spiel der Geschlechter“ auch hier statt. Wie andernorts wird Geschlecht in einem doing gender im alltäglichen Handeln hergestellt. Gleichzeitig sind die Bildungsinstitutionen und -prozesse häufig stark von impliziten und expliziten Zwei-Geschlechter-Ordnungen durchzogen. So ist – trotz eines an den Menschenrechte, Grundrechten und dem Antidiskriminierungsgesetz orientierten Bildungsauftrages – sexuelle und geschlechtliche Vielfalt selten sichtbar, meist ausgegrenzt und tabuisiert. Dort wo Geschlecht thematisiert wird tauchen zudem häufig Geschlechterstereotype und -zuschreibungen sowie einseitige Geschlechterrepräsentationen auf. Angesichts oder trotz dessen ist eine Thematisierung unerlässlich hinsichtlich einer weitestgehend fortbestehenden Geschlechterungleichstellung sowie der verbreiteten Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit. Um dieses abzubauen, muss Vielfalt sichtbar und selbstverständlich werden. Nicht zuletzt aufgrund des neuen Urteils des Bundesverfassungsgerichtes zur notwendigen Erweiterung des Geschlechtseintrags im Geburtenregister besteht hier dringender Sensibilisierungs- und Handlungsbedarf.
Das Seminar reflektiert anhand eines weit gefassten Bildungsbegriffes Notwendigkeiten geschlechterreflektierender und diskriminierungskritischer Intervention in unterschiedlichen Bereichen. Hierzu gehören neben der Pädagogik an verschiedenen Orten wie Schule und Museum auch Medien, Geschichte oder Politik.

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