Lehre – BZG-Lehre – Ringseminar SoSe 2024

Kurzbeschreibung

Der Begriff toxische Männlichkeit wird im Zusammenhang mit destruktiven männlichen Verhaltensweisen verwendet; kritisiert wird er, weil das Konzept vielfach individualistisch und ohne gesellschaftspolitische Schärfe bleibt. Für das Seminar wenden wir uns insofern toxischen Geschlechterideologien zu, wobei nicht nur Männlichkeiten in den Blick genommen werden sollen. Im Fokus stehen ideologisch verfestigte Geschlechtervorstellungen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Nach einem geschichtlichen Streifzug, u.a. ins 16. und 17. Jahrhundert, wenden wir uns toxischen Geschlechterideologien v.a. in den Diskursfeldern der Politik, der Medien und der Religionen zu. Zudem schauen wir im Seminar aus einer psychologischen Perspektive auf Gewalt im sozialen Nahbereich. Anhand von Utopien beschäftigen wir uns zudem mit queer imaginierten Geschlechterordnungen, die eine Alternative zu bestehenden, toxischen Verhältnissen sein wollen.
Das Ringseminar besteht aus öffentlichen Vorträgen und seminarinterne Sitzungen. Zu jedem Thema wird ein*e Gast-Dozent*in einen Vortrag halten. In der darauffolgenden Sitzung gibt es die Möglichkeit zu thematisch ergänzenden Referaten und Diskussion.  

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