Feministische Technoscience und robotische Fertigung in der Architektur

Reihe Forschung im Dialog mit Janna Vollrath

Präsenzvortrag mit Diskussion
Dienstag, 05. Mai 2026, 11:30-13:30 Uhr (FÄLLT AUS)
Veranstaltungsort: PK4.7, Altgebäude, Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig

Der Vortrag wird gemeinsam mit dem IKON – Institut für Baukonstruktion und dem Forschungsprojekt RTS – Robotic Timber Studio umgesetzt, unter der Leitung von Helga Blocksdorf und in Zusammenarbeit mit Jonathan Heck, Pia Brückner und Robin Godwyll.

Vortrag

Wie verändern digitale Werkzeuge nicht nur die Gestaltungspraxis in der Architektur, sondern auch die Bedingungen, unter denen entworfen, entschieden und gearbeitet wird? Die Vorträge beleuchten digitale Fabrikation im Spannungsfeld von Technologie, und gesellschaftlicher Verantwortung und fragt danach, wie Robotik, Scanverfahren und automatisierte Produktionsprozesse architektonische Praxis neu strukturieren, um dabei aus techno-feministischer Perspektive zu reflektieren, welche Rolle Geschlechterdimensionen spielen.

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Die Vortragenden

Janna Vollrath forscht an der Schnittstelle von Architektur und digitaler Fabrikation zu robotergestützten Bauprozessen und ressourceneffizienten Konstruktionsmethoden. Ihr besonderes Interesse gilt der additiven Fertigung im Bauwesen sowie der Entwicklung hybrider Materialsysteme, insbesondere im Kontext von Holz- und Lehmbau, und deren Integration in computergestützte Entwurfs- und Produktionsprozesse. Seit 2024 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität München an der Professur für Digitale Fabrikation. Dort arbeitet sie unter anderem im Forschungsprojekt „Timber Earth Slab“ zur Entwicklung robotisch gefertigter Holz-Lehm-Konstruktionen. Zuvor studierte sie Architektur an der Technischen Universität Braunschweig und war im Sonderforschungsbereich „Additive Manufacturing in Construction“ tätig. Mehr zur Person hier.

Zur Reihe Forschung im Dialog

Die Reihe „Forschung im Dialog“ (FiD) wird im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes „Geschlechterdimensionen im Blick der MINT-Forschung (GeDiMINT)“ veranstaltet.

Mit dem Vortrag von Janna Vollrath starten wir unsere inputbasierten Aktivitäten im Handlungsfeld „Gender Dialogues“ 2027. Dieses Handlungsfeld basiert auf verschiedenen Veranstaltungsformaten, um den kollegialen Austausch zu den Geschlechterdimensionen in den Ingenieur-, Natur- und Lebenswissenschaften zu stärken.
Unsere erste FiD-Veranstaltung „Interdisziplinäre Kommunikationsbrücken“ im Juli 2024 widmete sich der Frage, wie fachkulturübergreifende Kommunikation im Forschungskontext gelingen kann. Die Tagung „Synergien schaffen. MINT trifft Gender trifft MINT“ im November 2024 setzte den kollegialen Austausch mit Inputs und einer Postsession fort. Im Dezember 2024 hatten wir zuletzt einen Austausch mit Prof. Londa Schiebinger (Stanford) „Gendered Innovations meets TU Braunschweig“ zu den Innovationspotentialen geschlechtersensibler Forschung entlang der Forschungsschwerpunkte der TU Braunschweig. Im März 2025 gab es einen Vortrag zu geschlechterbasierter Online-Gewalt in Sierra Leone von Makalay Sonda. Danach war im SoSe 2025 Prof. Dr. Carmen Leicht-Scholten von der RWTH Aachen zu Gast in der Reihe mit einem Vortrag zu Gender als Analysekategorie für Technikwissenschaften. Dann hielt Dr. Evelina Wikner von der Chalmers Universität (Göteborg) einen Vortrag zu Geschlechterdimensionen in der (Auto)Batterieforschung. Zuletzt  sprachen Prof. Ciren Yangzong (Tibet University) zu Gender Roles ans Social Status of Lhoba Women und Sabina Riß (Wien) zu gendersensible Stadtplanung im Rahmen ihres Gastaufenthalts. Weitere Informationen über anstehende und vergangene GeDiMINT-Veranstaltungen erhalten Sie unter Termine.

Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministierums für Forschung, Technologie und Raumfahrt unter dem Förderkennzeichen 01FP23G08 gefördert.
Die Verantwortung für die Inhalte liegt bei den Projektverantwortlichen.