Gerechter Gestalten

Workshop und Vortrag mit Mawuto Dotou und Anna Unterstab an der HBK

Am 6. Mai 2026 geben Mawuto Dotou und Anna Unterstab einen Workshop mit anschließendem Vortrag an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Dabei geben die beiden Einblicke in Theorie und Praxisansätze queerer und dekolonialer Designstrategien.

Um Anmeldung für die Teilnahme am Workshop wird per Mail bei Claudia Doms bis 4. Mai 2026 gebeten.

Vortrag

Mittwoch, 6.5.2026, 17:30-18:30

Hörsaal 21/007

Design begegnet uns überall. Analog und digital gestaltete Produkte, Räume und Prozesse prägen unsere Umwelt sowie unsere tägliche Wahrnehmung. Dabei können Design und Gestaltung bewusst oder unbewusst diskriminierend sein, etwa durch das (Re-)Produzieren sexistischer, gender-binärer oder rassistischer Ausschlüsse. Um dies kritisch zu hinterfragen, ist ein intersektionales Machtverständnis essentiell.

Dieses hat seinen Ursprung in Schwarzen feministischen Bewegung. Mawuto und Anna teilen Theorie und Praxisansätze und Einblicke in queere und dekolonialen Designstrategien. Dabei spielen Kollaboration und Fehlerfreundlichkeit eine große Rolle.

Workshop

Mittwoch, 6.5.2026, 12:00-17:00

An einer Teilnahme Interessierte melden sich bis zum 4. Mai 2026 bei per Mail bei Claudia Doms an.

Design begegnet uns überall. Analog und digital gestaltete Produkte, Räume und Prozesse prägen unsere Umwelt sowie unsere tägliche Wahrnehmung. Dabei können Design und Gestaltung bewusst oder unbewusst diskriminierend sein, etwa durch das (Re-)Produzieren sexistischer, gender-binärer oder rassistischer Ausschlüsse. Um dies kritisch zu hinterfragen, ist ein intersektionales Machtverständnis essentiell.

Intersektional informiert zu gestalten ist eine Herangehensweise, die verschiedene Dimensionen der Identität, zum Beispiel Gender, Race, Klasse, Sexualität, Alter, Behinderung, etc. berücksichtigt. Dabei ist das Ziel, dass Produkte, Dienstleistungen und Systeme für möglichst viele Menschen zugänglich sind.

Der Workshop gliedert sich in zwei Hälften:

Erste Hälfte – Inputs, z.B. zum Ursprung der Intersektionalität in der Schwarzen feministischen Bewegung, feministischen und dekolonialen Designpraktiken, Kollaboration und Fehlerfreundlichkeit, anhand von Beispielen aus der Arbeit von Mawuto und Anna

Zweite Hälfte – Wissen gemeinsam in den eigenen Designprozess adaptieren, in Kleingruppen bisherige Erfahrungen reflektieren Zentrale Fragen: Wie kann diskriminierungssensibles Design aussehen? Auf was sollte man achten? Welche Prozesse sind gefordert? Wie können diese Prinzipien kollektiv umgesetzt werden?

Über die Vortragenden

Mawuto Dotou (sie/deren) ist freiberuflich und interdisziplinär als Kommunikationsdesigner*in und in der Lehre tätig. Im Mittelpunkt deren Arbeit stehen häufig Projekte im Kontext von Intersektionalen Design, sozialen Organisationen und QT*BIPoC Empowerment und teilt deren Recherchen in Talks und Workshops. Mawuto war siebte Resident*in der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen am Museum für Kunst & Gewerbe.

Anna Unterstab (alle Pronomen) ist freischaffende*r Gestalter*in in Hamburg und künstlerische Mitarbeiter*in im Informationsdesign an der Burg Giebichenstein Halle. Mit queerer, machtkritischer Perspektive arbeitet Anna an einer gerechteren Designpraxis und teilt Wissen in Talks und Workshops. Im 2024 erschienenen Buch „Design intersektional unter die Lupe nehmen“ beschreibt Anna Gestaltung als Komplizin von Diskriminierung, aber auch als Werkzeug für Widerstand.