Partizipation in der Technikentwicklung

Forschung im Dialog mit Dr.in phil. Sandra Buchmüller (TU Dresden)

Online-Vortrag mit dem Titel „Partizipation in der Technikentwicklung. Potenziale und Fallstricke der Beteiligung von Nutzenden und Betroffenen“
Donnerstag, 25. Juni 2026, 18:30 bis 20:00 Uhr (online)

Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten.

Vortrag

Der Vortrag schlägt eine Brücke zwischen der Theorie und Praxis partizipativen Designs in der Technikentwicklung. Ziel ist, für die Heterogenität der Anwendungen und Herangehensweisen zu sensibilisieren, wobei ein besonders kritisches Augenmerk auf die Bedeutung und Qualität von Teilhabe gelegt wird. Zu Beginn führt der Vortrag in die Ursprünge und Grundlagen des partizipativen Designs ein und nimmt eine Einordnung zu früheren und aktuellen Entwicklung nutzungsorientierter und machtkritischer Gestaltungsströmungen vor. Im Anschluss werden anhand dreier Fallbeispiele Einblicke in verschiedene methodische Herangehensweisen, Partizipationskontexte und -zwecke ermöglicht. Am Schluss werden die vorgestellten Projekte hinsichtlich der Beteiligungsqualität von Nutzenden und Betroffenen bewertet und damit an den Grundprinzipien und Idealen gemessen, die das Partizipative Design (einst) verfolgte.

Die Vortragende

Dr.in phil. Sandra Buchmüller ist feministische Geschlechter-Technikforscherin und aktuell an der Professur für Thermodynamik der Fakultät Maschinenwesen an der TU Dresden beschäftigt. Sie studierte an der Köln International School of Design, arbeitete als Designerin für verschiedene Telekommunikationsunternehmen und Institutionen (T-Systems, Vodafone, Entwicklungsgesellschaft Zollverein, Telekom Innovation Lab), promovierte an der Universität der Künste Berlin und war als Designforscherin für unterschiedliche Hochschulen und Forschungsinstitute (Design Research Lab, UdK Berlin; Fakultät Mathematik & Informatik, Universität Bremen; Professur „Gender, Technik, Mobilität“, Fakultät Maschinenbau, Technischen Universität Braunschweig) tätig.

Zur Reihe Forschung im Dialog

Die Reihe „Forschung im Dialog“ (FiD) wird im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes „Geschlechterdimensionen im Blick der MINT-Forschung (GeDiMINT)“ veranstaltet.

Mit dem Online-Vortrag von Dr. Sandra Buchmüller setzen wir unsere inputbasierten Aktivitäten im Handlungsfeld „Gender Dialogues“ 2027 fort. Dieses Handlungsfeld basiert auf verschiedenen Veranstaltungsformaten, um den kollegialen Austausch zu den Geschlechterdimensionen in den Ingenieur-, Natur- und Lebenswissenschaften zu stärken.
Unsere erste FiD-Veranstaltung „Interdisziplinäre Kommunikationsbrücken“ im Juli 2024 widmete sich der Frage, wie fachkulturübergreifende Kommunikation im Forschungskontext gelingen kann. Die Tagung „Synergien schaffen. MINT trifft Gender trifft MINT“ im November 2024 setzte den kollegialen Austausch mit Inputs und einer Postsession fort. Im Dezember 2024 hatten wir zuletzt einen Austausch mit Prof. Londa Schiebinger (Stanford) „Gendered Innovations meets TU Braunschweig“ zu den Innovationspotentialen geschlechtersensibler Forschung entlang der Forschungsschwerpunkte der TU Braunschweig. Im März 2025 gab es einen Vortrag zu geschlechterbasierter Online-Gewalt in Sierra Leone von Makalay Sonda. Danach war im SoSe 2025 Prof. Dr. Carmen Leicht-Scholten von der RWTH Aachen zu Gast in der Reihe mit einem Vortrag zu Gender als Analysekategorie für Technikwissenschaften. Dann hielt Dr. Evelina Wikner von der Chalmers Universität (Göteborg) einen Vortrag zu Geschlechterdimensionen in der (Auto)Batterieforschung. Die Vortragreihe beendeten 2025 Prof. Ciren Yangzong (Tibet University) zu Gender Roles ans Social Status of Lhoba Women und Sabina Riß (Wien) zu gendersensible Stadtplanung im Rahmen ihres Gastaufenthalts. 2026 startete Verónica Mota Galindo die Reihe mit einem Online-Vortrag mit anschließendem Workshop zu „KI in feministischer, intersektionaler, ökologischer und dekolonialer Perspektive„.

Weitere Informationen über anstehende und vergangene GeDiMINT-Veranstaltungen erhalten Sie unter Termine.

Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministierums für Forschung, Technologie und Raumfahrt unter dem Förderkennzeichen 01FP23G08 gefördert.
Die Verantwortung für die Inhalte liegt bei den Projektverantwortlichen.