Leitfäden zur Berücksichtigung von Geschlecht und Vielfalt in Forschungsanträgen
Hinweise für die Relevanzprüfung und verschiedene Szenarien der Berücksichtigung im Antragstext
Aus der GeDiMINT-Beratungspraxis wurden zwei Leitfäden für Antragstellende erstellt:
1) Zur Identifizierung von Anknüpfungspunkten vor, bei oder nach Antragstellung – Der Leitfaden beantwortet die Frage, ob und wie Geschlecht und weitere Vielfältigkeitsdimensionen für das eigene Forschungsvorhaben relevant sind.
2) Zur Implementierung der Berücksichtigungsabsichten im Antrag – es werden in dem Leitfaden verschiedene Szenarien und Textbausteine vorgestellt, die im Antrag genutzt werden können.
Beide Leitfäden werden im Folgenden kurz vorgestellt und stehen zum Download bereit.
Antragstellende haben die Möglichkeit, anhand des in den beiden Leitfäden beschriebenen Vorgehens selbst tätig zu werden. Sollte dabei Unterstützung gewünscht werden, steht den Forschenden an der TU Braunschweig das Gender Research Support des GeDiMINT-Projekts zur Verfügung.
Relevanz von Geschlechterdimensionen in der Forschung
GeDiMINT-Leitfaden für Antragstellende zur Identifizierung von Anknüpfungspunkten
Wie lässt sich sicherstellen, dass Forschung unterschiedliche Lebensrealitäten, Bedürfnisse und Perspektiven angemessen berücksichtigt?
Und an welchen Stellen eines Forschungsantrags sollten Geschlechter- und weitere Vielfältigkeitsdimensionen reflektiert werden?
Ziel: Der Leitfaden unterstützt Forschende dabei, relevante Anknüpfungspunkte systematisch zu identifizieren und in das Forschungsprojekt zu integrieren.
Zielgruppe: Er richtet sich an Forschende, die prüfen möchten, ob und an welchen Stellen Geschlechter- und Vielfältigkeitsdimensionen in ihrer Forschung eine Rolle spielt bzw. spielen könnte. Dieses ist in allen Stadien der Forschung möglich.
Vorgestellt werden:
– der DFG-Fragekatalog
– eine Volltextsuche anhand spezifischer Schlagworte, die Forschungsfelder identifizieren, die an der Schnittstelle zwischen Menschen, Tieren bzw. Gesellschaft einerseits und andererseits Maschinen bzw. Artefakte angesiedelt sind
– zentrale Punkte zur Methodenreflexion
Wie kann die Stellungnahme zur Relevanz von Geschlechter- und Vielfältigkeitsdimensionen konkret aussehen – auch bei Nichtrelevanz?
Muss die Relevanz immer schon vor der Antragstellung geprüft sein, oder kann der Prozess Teil des Antrags werden?
Ziel: Der Leitfaden gibt Hilfestellungen zur Implementierung verschiedener Rückmeldungen – von konkreten Implementierungsideen über verschiedene Absichtserklärungen bis hin zur Erklärung einer fehlenden Relevanzfeststellung nach Prüfung dieser.
Zielgruppe: Er richtet sich an Forschende, die in der Antragstellung sind.
Vorgestellt werden:
– Verschiedene Szenarios
– Baukasten möglicher Textbausteine (englisch/deutsch)
Spätestens nach Identifizierung von Abschnitten, an denen eine Relevanz möglich ist, kann ein Austausch mit dem GeDiMINT-Team sinnvoll sein; hierbei sind auch unspezifische Anfragen mit der Projektskizze möglich.
In der Beratung wird gemeinsam eruiert, welche Anknüpfungspunkte in das Forschungsprojekt wie eingebaut werden können und wo keine Relevanz erkennbar ist. Dieses kann beinhalten, eine weitergehende Reflexion der Geschlechterdimension als Teil der geplanten Projektphase zu konzipieren. Nach Bedarf wird weitere Expertise hinzugezogen und nach Fallbeispielen mit ähnlichen Ansätzen gesucht.
Das GeDiMINT-Projekt begleitet auch gerne während des Forschungsprojekts und unterstützt bei der Suche nach passender Literatur und Expert*innen im Feld.
Melden Sie sich gerne beim GeDiMINT-Team.
Weitere Beiträge zu Geschlecht und Vielfalt in der Forschung
Geschlechter- und Vielfältigkeitsdimensionen spielen in weiteren Bereichen der Forschung eine Rolle. Hier sind folgende Blogbeiträge interessant:
- Exzellent publizieren mit Geschlechterdimensionen
- Begutachtung – Geschlechterdimensionen im Blick
- Videoprofile – Kurzeinblicke in Forschungsprojekte, Erfahrungen von Forschenden und Strukturentwicklung an der TU Braunschweig
Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministierums für Forschung, Technologie und Raumfahrt unter dem Förderkennzeichen 01FP23G08 gefördert.
Die Verantwortung für die Inhalte liegt bei den Projektverantwortlichen.





