GenderClip²³: Okka Zimmermann

Antizipation von Vereinbarkeit: Belastung bereits in der Schwangerschaft

Foto Prof. Dr. Okka Zimmermann, GenderVisionen23

Bereits in der ersten Schwangerschaft sind Frauen belastet durch potentielle Probleme der Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung – jedoch in unerwarteter Weise. Der GenderClip23, den Prof. Dr. Okka Zimmermann anlässlich des 20-jährigen BZG-Jubiläums „GenderVisionen23“ gehalten hat, zeigt Ursachen und Lösungsansätze für Belastungen, die bereits in der Schwangerschaft durch die potentielle Unvereinbarkeit der Anforderungen beider Lebensbereiche entstehen.

Bereits in der Schwangerschaft planen Mütter daher, dass sie mit deutlich reduzierter Stundenzahl arbeiten möchten. Der Grund dafür ist allerdings nicht etwa, dass es den Müttern rein zeitlich nicht möglich wäre, mehr Stunden zu arbeiten. Vielmehr möchten sie den mit einer Vollzeiterwerbstätigkeit verbundenen Erwartungen an umfangreiche zeitliche Verfügbarkeit, auch in den Abendstunden, entgehen. In einer Teilzeittätigkeit, so die Schwangeren, können sie sich diesen Erwartungen besser entziehen. Dies verweist u.a. darauf, dass die Entgrenzung von Arbeitszeit Mütter in die sogenannte ‚Teilzeitfalle‘ drängen kann, mit entsprechend negativen Folgen kurz-, mittel- und langfristig. Dieses führt Zimmermann in ihrem GenderClip kurz aus.

Weiterführendes

Zimmermann, Okka/ Kolonko, Lina (2024): Vereinbarkeit und Schwangerschaft. Psychische Belastung durch Antizipation? Wiesbaden: Springer (i.E.). Zur Buchseite hier