KI in feministischer, intersektionaler, ökologischer und dekolonialer Perspektive

Reihe „Forschung im Dialog“ mit Verónica Mota Galindo

Online-Kurzvortrag (mit einem anschließenden Präsenzworkshop)
Donnerstag, 07. Mai 2026 um 12 Uhr
Der Präsenzworkshop findet im Basement des Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut statt.
Um Anmeldung per Mail wird gebeten.

Gegenstand des Online-Kurzvortrags

Titel: KI in feministischer, intersektionaler, ökologischer und dekolonialer Perspektive. Ein kritisch-reflexiver Ansatz für Forschung und Lehre

Künstliche Intelligenz (KI) durchdringt zunehmend die Forschungspraxis – doch ihr Einsatz ist selten neutral. Häufig reproduziert sie strukturelle Diskriminierungen, ignoriert ökologische Kosten und perpetuiert koloniale Wissenshierarchien. Mit dem FIED-Framework (Feministisch, Intersektional, Ökologisch, Dekolonial) schlägt Forscherin Verónica Mota Galindo einen kritisch-pädagogischen Rahmen vor, der KI als kritisches Werkzeug und nicht als „black box“ begreift.

Eine Teilnahme am Online-Vortrag ist unabhängig von der Teilnahme am Workshop möglich. Eine Anmeldung zur Zusendung des Links ist notwendig.

Präsenzworkshop

Im Anschluss an den Kurzvortrag findet ein Präsenzworkshop von ca. 3 Stunden im The Basement des Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut (13:30-16:30 Uhr) statt.

Der Workshop gibt Einblicke in die Anwendung des FIED-Toolkits:

  • Arbeit mit nicht-hegemonialen, akademischen u. Open-Source-KI-Modellen
  • Ökologische und demokratische KIs kennen lernen
  • Praktische Übungen
  • Kritische Reflexion von KI-Ergebnissen als Datenpunkte und kontextabhängige Artefakte
  • Kritische Reflexion zu den Potentialen und Grenzen von KI
  • Diskussion der Bedeutung von Mensch und Natur im Umgang mit KIs

Die Teilnehmendenzahl für den Präsenzworkshop ist begrenzt, wir bitten daher um eine Anmeldung bis zum 30. April 2026. Teilnehmende werden gebeten, wenn möglich, einen eigenen Laptop oder Smartphone mitzubringen.

Über die Vortragende

Verónica Mota Galindo ist transdisziplinäre Wissenschaftlerin und epistemologische Aktivistin. In ihrer Arbeit verbindet sie Philosophie, Gender Studies, Technowissenschaft und dekoloniale Theorie. An der Freien Universität Berlin betreut sie Studierende aus Minderheiten‑ und Arbeiter*innen‑Hintergründen und lehrt kritisches Schreiben sowie den verantwortungsvollen Einsatz von KI‑Tools. In der Veranstaltung stellt sie ein Framework vor, das KI als kritisches Werkzeug und nicht als „Black Box“ begreift.

Zur Reihe

Die Reihe „Forschung im Dialog“ (FiD) wird im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes „Geschlechterdimensionen im Blick der MINT-Forschung (GeDiMINT)“ veranstaltet.

Mit dem Online-Vortrag mit Präsenzworkshop von Verónica Mota Galindo setzen wir unsere inputbasierten Aktivitäten im Handlungsfeld „Gender Dialogues“ fort. Dieses Handlungsfeld basiert auf verschiedenen Veranstaltungsformaten, um den kollegialen Austausch zu den Geschlechterdimensionen in den Ingenieur-, Natur- und Lebenswissenschaften zu stärken.
Unsere erste FiD-Veranstaltung „Interdisziplinäre Kommunikationsbrücken“ im Juli 2024 widmete sich der Frage, wie fachkulturübergreifende Kommunikation im Forschungskontext gelingen kann. Die Tagung „Synergien schaffen. MINT trifft Gender trifft MINT“ im November 2024 setzte den kollegialen Austausch mit Inputs und einer Postsession fort. Im Dezember 2024 hatten wir zuletzt einen Austausch mit Prof. Londa Schiebinger (Stanford) „Gendered Innovations meets TU Braunschweig“ zu den Innovationspotentialen geschlechtersensibler Forschung entlang der Forschungsschwerpunkte der TU Braunschweig. Im März 2025 gab es einen Vortrag zu geschlechterbasierter Online-Gewalt in Sierra Leone von Makalay Sonda. Danach war im SoSe 2025 Prof. Dr. Carmen Leicht-Scholten von der RWTH Aachen zu Gast in der Reihe mit einem Vortrag zu Gender als Analysekategorie für Technikwissenschaften. Dann hielt Dr. Evelina Wikner von der Chalmers Universität (Göteborg) einen Vortrag zu Geschlechterdimensionen in der (Auto)Batterieforschung. Zuletzt hielten Prof. Ciren Yangzong (Tibet University) und Sabina Riß (Wien) Vorträge im Rahmen eines Gastaufenthalts in der Reihe „Forschung im Dialog“. Weitere Informationen über anstehende und vergangene GeDiMINT-Veranstaltungen erhalten Sie unter Termine.