GenderClip²³: Dominik Merdes

Vergeschlechtlichungen um den Goldenen Stein

Auf dem 20-jährigen Jubiläum „GenderVisionen23“ des BZG wurden die GenderClips23, die Kurzvorträge, von Dr. Dominik Merdes eröffnet. Dabei stellte er mit dem goldenen Stein eine  Verbindung zur Ausstellung her, in der Prof. Dr. Bettina Wahrig und Dr. Anette Marquardt 13 Objekte aus der pharmaziehistorischen Sammlung Braunschweig geschlechtlich zum Frauenkörper verorteten. Merdes verweist auf weitere Geschlechtszuschreibungen und die Verwicklung mit kolonialen Vereinheitlichungsfantasien.

#4GenderStudies 2023

GenderClips geben Einblick in die Forschungsarbeit des Gender-Netzwerks

Anlässlich der Wissenschafts- und Aktionswoche #4GenderStudies 2023 veröffentlichen wir dieses Jahr einen Einblick in die interaktive Ausstellung sowie die Kurzvorträge, die am 11. Dezember im Rahmen unserer Jubiläumsveranstaltung „GenderVisionen23“ zum 20-jährigen Bestehen erfolgten.

Macht ohne Männlichkeit

Zur aktuellen Forschung von Dr. Bernadette Descharmes

Wie verhalten sich Macht und Geschlecht in der griechischen und römischen Antike? Dieser Frage geht der im Oktober 2023 erscheinende Sammelband „Weiblichkeit – Macht – Männlichkeit“ der Berner Althistoriker*innen Jan Meister und Seraina Ruprecht in konkreten Fallstudien nach.
Mit dabei: ein Beitrag von Bernadette Descharmes vom Institut für Geschichtswissenschaft der TU Braunschweig.

Wissenschaftsgeschichte der Arzneimittel

Geschlecht – Wissen – Macht – Körper sind Themen der Forschung von Bettina Wahrig

Seit ihrem Ruf an die TU Braunschweig im Jahr 1997 steht Geschlecht im Fokus der Forschung zur Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte von Prof. Dr. Bettina Wahrig. Sie erforscht aus wissenschaftshistorischer Perspektive Stoffe, besonders Arzneimittel und Gifte, aber auch Prozesse, wie z.B. die Geburt, Vergiftungen oder wissenschaftliches Experimentieren. Dabei fehlt in der Vermittlung ihrer Forschungsergebnisse selten der Humor, wie einige ihrer Titel verraten: „Derrida hat Nietzsches Regenschirm verloren“ (Beitrag in Nietzsche-Studien 2023) und „Arsen macht schön“, eine erste Studie zu „Prekäre Identitäten – Gift und Vergiftung als wissenschaftliches Sujet“ (DFG-Forschungsprojekt, gemeinsam mit Prof. Dr. Heike Klippel, HBK Braunschweig). Im kürzlich gehaltenen Vortrag „Starkes Gift: Arsen als Stoff für Alltag und Krimi“ im phaeno in Wolfsburg führt Wahrig vor Augen, wie spannend ihre Erkenntnisse auch für eine breite Öffentlichkeit sind.

MedienBar (8): Kurzeinblicke in Geschlechterforschung der FU Berlin

Forschungsprojekte aus unterschiedlichsten Disziplinen

Was haben Gender Studies mit anderen Fachdisziplinen zu tun? Welche Fragestellungen sind dabei zu finden und welche Forschungsmethoden werden hier angewendet? Und wie spiegelt sich das Ganze in den gesellschaftlich wichtigen Problemen wider?
Wir möchten Sie in die Welt der Forschung mitnehmen, um Ihnen spannende Einblicke in gendersensible oder feministische Perspektiven in Forschungsfelder wie Food Sciences, neue Technologien oder Bioökonomie zu geben. Hierfür stellen wir 10, meist englischsprachige Videos des Magherita-von-Brentano-Zentrums (MvBZ) der Freien Universität Berlin vor.

MedienBar (7): Gleichstellung der Geschlechter

Materialien anlässlich des internationalen Frauentages

Wie jeden 8. März – und das seit 101 Jahren – feiern wir heute den Internationalen Frauentag. Seinen historischen Ausgangspunkt nahm er in den Demonstrationen für Frauenrechte am 19. März 1911 in den USA und Europa; zunächst ohne festes Datum wurde 1921 der 8. März auf der internationalen Konferenz kommunistischer Frauen festgelegt. Dass dieser Tag nicht nur aus Tradition existiert, zeigt schon der jährliche Aktionstag Equal Pay Day.  Welche weiteren geschlechterbezogenen Ungleichheiten machen diesen Tag auch heute zu einem Frauenkampftag?

MedienBar (6): Verfolgung queerer Menschen im Nationalsozialismus

Materialien zum Thema aus Anlass der Gedenkstunde im Bundestag

Am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiuung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau 1945, gedenkt der Deutsche Bundestag alljährlich den Opfern des Nationalsozialismus. In diesem Jahr, 78 Jahre nach der Befreiung, wird erstmals der Fokus der Gedenkstunde auf Menschen liegen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität Opfer der Verfolgung durch die Nazis wurden. Zu diesem Anlass haben wir Materialien zusammengestellt, die die Geschichte der Verfolgung queerer und queer-jüdischer Menschen dokumentieren.

MedienBar (5): Geschlechtergerechte und queerbewusste Sprache

Materialien zum Thema Sprache und Gendern

Was haben Geschlecht und Sprache miteinander zu tun? Warum ist eine Sprache notwendig, die vielfältige Geschlechter inkludiert? Und warum wird der Doppelpunkt auch vom deutschen Blinden- und Sehbehindertenverein nicht empfohlen?
Die „Beziehung“ zwischen Sprache und Geschlecht wurde durch Debatten zwischen den Linguistinnen Luise F. Pusch und Senta Trömel-Plötz seit den späten 1970er Jahren geprägt, die damals die männliche Struktur der deutschen Sprache kritisierten.
Wir haben einige Medien zusammengestellt, die unterschiedliche Aspekte der geschlechtergerechten und queerbewussten Sprache aufzeigen.

MedienBar (4): Religion, Geschlecht und Sexualität

Materialien que(e)r durch die abrahamitischen Religionen

Stehen Religion und Queerness als Widerspruch zueinander? Eine interessante Frage! Fakt ist, sie haben ein spannendes Verhältnis zueinander, das durch die Kämpfe von Frauen und lsbatiq* Menschen in den religiösen Gemeinden geprägt ist.
Wussten Sie, dass es im Talmud sechs Geschlechter gibt und in der Bibel über Sexualität gesprochen wird? Wie steht die katholischen Kirche zu trans* Personen? (Wie) Kann der Koran geschlechtergerecht gelesen werden? Einige Antworten auf diese Frage geben die im folgenden vorgestellten Podcasts und Materialien.

MedienBar (3): Geschlechtliche Selbstbestimmung

Materialien rund um das geplante Gesetz

Warum braucht es ein neues Gesetz? Was soll da drinne stehen? Und was meint eigentlich geschlechtliche Selbstbestimmung?
Geplant ist ein Reformentwurf zum Selbstbestimmungsgesetz, mit dem das veraltete und teilweise rechtswidrige „Transsexuellengesetz“ (TSG) ersetzt werden. Ziel ist es, ein einheitliches Verfahren zur Änderung des Personenstandseintrags (Name und Geschlecht) zu schaffen, das für trans*, inter* und nicht-binäre Menschen ohne diskriminierende Begutachtungen und Fremdbestimmung gleichermaßen gültig ist. Medizinische Maßnahmen werden hier nicht geregelt.